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Wen kümmern die Alten?

Auf dem Weg in eine sorgende Gesellschaft

Prof. Dr. Thomas Klie, Evangelische Hochschule Freiburg|Vortrag|Tagung Caring Communities, Freiburg|18. Mai 2017|

In sorgenden Gesellschaften - caring communities - kooperieren Kommune, Bürger, Pflegedienste und zivilgesellschaftliche Organisationen für eine verlässliche Unterstützung von Schwächeren. Sie ermöglichen Begegnung und die Teilnahme aller am gesellschaftlichen Leben.

Den demografischen Wandel gestalten – dies ist die Aufgabe, vor die sich gerade ländliche Kommunen in den kommenden Jahren gestellt sehen. Die Zunahme älterer, hilfe- und pflegebedürftiger Menschen auf der einen Seite und das abnehmende familiäre Pflegepotential sowie der Mangel an Pflegefachkräften auf der anderen Seite erfordern eine völlige Neuausrichtung der kommunalen Altenhilfeplanung. Dabei gilt es, einen kommunalen Prozess des Umdenkens und Neugestaltens anzustoßen, in dem die Bürgerinnen und Bürger, die Kirchen und sozialen Einrichtungen und Dienste und weitere gesellschaftliche Akteure eine wichtige Rolle spielen. Mit dem Aufbau von örtlichen sozialen Netzwerken und Unterstützungsstrukturen für ältere und hilfebedürftige Menschen und Angehörige sowie kleinteiligen und kleinräumigen Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen vor Ort macht sich die Gemeinschaft der Bürgerinnen und Bürger auf den Weg zur „sorgenden Gesellschaft“ – zur „caring community“.

Thomas Klie zeigt Beispiele für funktionierende Sorgende Gesellschaften und benennt die gesellschaftlichen Voraussetzungen für das Entstehen von Sorgenden Gemeinschaften. Im Anschluss diskutiert er das Leitbild Caring Community aus sozialer, ökonomischer und politischer Perspektive. Damit gab er am 18. Mai 2017 den Impuls für die Tagung Caring Communities.